Die Regeln für hoverOS
Was du von uns erwarten kannst und was wir von dir brauchen. Geschrieben, damit man es lesen kann.
1. Anbieter und Geltung
hoverOS wird von der diehingucker GmbH, Rheinstraße 31, 12161 Berlin (im Folgenden "wir") betrieben. Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von hoverOS. hoverOS richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB; Verbraucher können keine Instanz anlegen.
2. Leistung
hoverOS ist eine Web-Anwendung für Controlling: Rechnungen, Ausgaben, Projekte, Liquidität, Auswertung, Team, Zeiterfassung, Kalender, Aufgaben und Notizen, je nach Tarif mit weiteren Erweiterungen und Integrationen. Jede Kundin und jeder Kunde erhält eine eigene Instanz unter einer eigenen Adresse. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Beschreibung auf hoveros.de zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses; wir entwickeln hoverOS laufend weiter und dürfen Funktionen verbessern oder ersetzen, solange der Kern der Leistung erhalten bleibt.
hoverOS ersetzt keine Buchhaltung und keine steuerliche Beratung. Die Richtigkeit der erfassten Belege und der daraus abgeleiteten Zahlen liegt in der Verantwortung des Kunden.
3. Testphase und Vertragsschluss
Mit dem Anlegen einer Instanz beginnt eine kostenlose Testphase von 14 Tagen mit allen Funktionen des gewählten Tarifs. Zahlungsdaten sind dafür nicht erforderlich. Die beim Anlegen angegebene E-Mail-Adresse muss über den zugesandten Link bestätigt werden; bleibt die Bestätigung 48 Stunden aus, wird die Instanz samt aller Daten wieder gelöscht. Endet die Testphase, ohne dass Rechnungsdaten oder eine Zahlungsart hinterlegt wurden, wird die Instanz gesperrt; sie wird 30 Tage lang aufbewahrt und danach gelöscht. Der kostenpflichtige Vertrag kommt zustande, sobald in der Instanz Rechnungsdaten für die Zahlung auf Rechnung oder eine Online-Zahlungsart hinterlegt werden.
Mit dem Anlegen der Instanz kommt außerdem der Vertrag zur Auftragsverarbeitung zustande. Er gilt bereits in der Testphase, weil ab dann Daten in der Instanz erfasst werden können.
4. Preise und Abrechnung
Es gilt der Preis des gewählten Tarifs laut Preisseite, zuzüglich gebuchter Erweiterungen und Integrationen (zusammen „Module“). Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus an einem festen Tag; zu jeder Abrechnung erhält der Kunde eine Rechnung als PDF per E-Mail und in der Instanz unter Abrechnung. Mit dem Anlegen der Instanz stimmt der Kunde zu, Rechnungen in dieser Form zu erhalten. Sobald wir gesetzlich verpflichtet sind, Rechnungen als E-Rechnung in einem strukturierten Format auszustellen, stellen wir darauf um. Monatlich berechnete Module werden tagesgenau abgerechnet: Sie kosten nur für die Tage, an denen sie aktiv waren; bei einer Beendigung werden bereits bezahlte Tage mit der nächsten Abrechnung gutgeschrieben. Einmalig berechnete Module werden einmal in Rechnung gestellt.
Ein Tarifwechsel ist jederzeit möglich. Kontingente und Module passen sich sofort an, der neue Preis gilt ab der nächsten Abrechnung. Preisänderungen kündigen wir mindestens sechs Wochen vorher per E-Mail an; der Kunde kann in diesem Fall zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
5. Zahlung und Verzug
Die Zahlung erfolgt per Karte oder SEPA-Lastschrift über unseren Zahlungsdienstleister Stripe oder, nach Vereinbarung, auf Rechnung mit einem Zahlungsziel von 14 Tagen. Bleibt eine Zahlung aus, erinnern wir per E-Mail. Ist eine Abrechnung 14 Tage nach Fälligkeit nicht beglichen, dürfen wir die Instanz sperren; die Daten bleiben erhalten und die Sperre wird nach Zahlungseingang aufgehoben.
6. Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Der Kunde kann ihn jederzeit in der Instanz unter Einstellungen, Gefahrenzone kündigen. Die Kündigung wirkt zum Ende des bezahlten Abrechnungszeitraums, ohne bezahlten Zeitraum, etwa in der Testphase, sofort. Bis dahin bleibt die Instanz voll nutzbar; danach wird nichts mehr berechnet.
Nach dem Ende des Vertrags steht die Instanz noch 30 Tage zum Lesen und für den Export bereit; ändern lässt sich dann nichts mehr. Bis zum Ablauf dieser 30 Tage kann ein Admin der Instanz die Kündigung zurücknehmen. Danach werden alle Daten der Instanz endgültig gelöscht, Sicherungen mit Ablauf ihrer Aufbewahrung. Der Export und der Wechsel zu einem anderen Anbieter sind kostenlos.
Wir können den Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen; das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund, etwa bei Missbrauch oder anhaltendem Zahlungsverzug, bleibt unberührt.
7. Pflichten des Kunden
- Zugangsdaten vertraulich behandeln, Zugänge nur an eigene Mitarbeitende und beauftragte Externe vergeben und nicht mehr benötigte Zugänge entfernen.
- Keine rechtswidrigen Inhalte speichern und die Anwendung nicht missbräuchlich nutzen, etwa durch automatisierte Massenabfragen.
- Für personenbezogene Daten, die in der Instanz erfasst werden, selbst die datenschutzrechtliche Verantwortung tragen. Wir verarbeiten sie nach dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- Rechnungs- und Kontaktdaten aktuell halten.
8. Verfügbarkeit, Sicherung, Daten
Wir streben eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Monatsmittel an, ausgenommen angekündigte Wartungsfenster und Störungen außerhalb unseres Einflusses. Jede Instanz wird täglich verschlüsselt gesichert. Die in der Instanz erfassten Daten bleiben Eigentum des Kunden. Ein Admin der Instanz kann sie jederzeit kostenlos unter Einstellungen, Gefahrenzone als ZIP-Datei exportieren: eine CSV-Datei je Bereich, die hochgeladenen Dateien und unsere Rechnungen als PDF. Das gilt auch während einer Sperre und nach einer Kündigung bis zur Löschung. Zugangsdaten zu Integrationen und Passwörter sind nicht Teil des Exports.
9. Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die Summe der in den letzten zwölf Monaten gezahlten Entgelte. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
10. Änderungen dieser Bedingungen
Änderungen kündigen wir mindestens sechs Wochen vorher per E-Mail an. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die neuen Bedingungen; darauf weisen wir in der Ankündigung hin. Bei Widerspruch kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
11. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist Berlin, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
Stand: Oktober 2026